Bodeneigenschaften (aktualisiert am 30. März 2011)

Die wichtigsten Parameter zur Beschreibung von Böden in der Pilzökologie sind:

Morphologische und physikalische Bodenfaktoren
  • Bodenprofil
  • Bodenart
  • Gefüge
  • Wasser- bzw. Feldkapazität
Chemische und biologische Bodenfaktoren
  • Säuregrad (pH), potentielle und aktuelle Acidität (zur Beurteilung der Pufferkapazität)
  • Nitrat, Ammonium
  • Carbonat
  • Humusgehalt
  • Arthropoden
Datails hierzu sind in HALBWACHS, H. (2007): Fruchtkörperbildung bei saprotrophen und Mykorrhizapilzen: Ein Beitrag zur Ökologie von Großpilzen in einem Kiefernforst der Rhein-Main-Ebene. Zeitschrift für Mykologie 73/2, 145-202 (Interessenten, die keinen Zugang zu diesem Heft haben, können von mir eine PDF-Version bekommen: Kontakt) zu finden. Darüber hinaus können Kationen wie Kalium, Calcium, Magnesium und Anionen wie Phosphat z.B. bei kleinräumigen Untersuchungen von Mykorrhizapilzen von Bedeutung sein.

Praxisnahe Anleitungen zur Bodenanalyse sind auch in folgenden Werken enthalten:
BRUCKER, G., FLINDT, R. & K. KUNSCH (1995): Biologisch-ökologische Techniken. Quelle & Meyer, Heidelberg, Wiesbaden
ENSSLIN, W., KRAHN, R. & S. SKUPIN (2000): Böden untersuchen. Quelle & Meyer, Wiebelsheim
STEUBING, L. & A. FANGMEIER (1992): Pflanzenökologisches Praktikum. Eugen Ulmer, Stuttgart
Die Bände sind immer noch im Handel erhältlich, teilweise für wenig Geld (Bezug: www.google.de/products)

Eine Darstellung von Methoden zur Erfassung der morphologischen und physikalischen Bodeneigenschaften finden Sie in: HALBWACHS, H. (2010): Pilzökologische Datenerfassung muss nicht aufwändig sein – Teil 2: Morphologische und
physikalische Bodeneigenschaften. Zeitschrift für Mykologie 75/1, 83-99
und
HALBWACHS, H. (2011): Pilzökologische Datenerfassung muss nicht aufwändig sein – Teil 3: Bodenchemie. Zeitschrift für Mykologie 77/1: 123-140
>>> ERRATUM: Auf Seite 136 ist eine fehlerhafte Berechnung angegeben. Die Formel muss lauten:
 Verhältnis Zielkonzentration : Lösemittel = Zielkonzentration : Ausgangskonzentration - Zielkonzentration, kurz Z : L = Z : (A-Z). Im dargestellten Fall heißt das 10 : L = 10 : (25-10). Demnach müssen 10 ml der 25%igen Säure mit 15 ml Wasser verdünnt werden. Die Formel ist aus dem sog. Mischungskreuz abgeleitet (s. z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Mischungskreuz).

(Interessenten, die keinen Zugang zu diesen Heften haben, können von mir eine PDF-Version bekommen: Kontakt)

Download: Erfassungsblatt Bodenmorphologie und -physik (PDF 107 KB)