Witterungseinflüsse (aktualisiert am 23.12.2010)
ACHTUNG: Leider hat es sich
herausgestellt, dass die UMS-Feuchtesonden, die ich zur Aufzeichnung der
Bodenfeuchte verwendet habe (s.u. ZMykol 75/1) nicht ausreichend
haltbar sind. Der Hersteller propagiert sie zwar für Anwendungen in
Gärtnereibetrieben. Trotzdem fallen sie nach etwa einem Jahr reihenweise
aus, offensichtlich weil Feuchtigkeit in die Sonde eindringt. Nicht nur
deshalb empfehle ich nun eine Sonde mit integriertem Datenlogger der
tschechischen Fima TOMST ZUM THEMA:
Je nach Fragestellung müssen täglich bis wöchentlich folgende Witterungsdaten festgehalten werden:
- Lufttemperatur, meist bodennah (Tages- / Wochenmittel, Minimum und Maximum)
- Bodentemperatur, meist in 3 - 5 cm Tiefe (Tages- / Wochenmittel, Minimum und Maximum)
- Luftfeuchte, meist bodennah (Tages- / Wochenmittel, Minimum und Maximum)
- Bodenfeuchte, meist in 3 - 5 cm Tiefe (Tages- / Wochenmittel, Minimum und Maximum)
- Niederschlag, meist im Freiland (Tages- / Wochensummen)
Auch die Windgeschwindigkeit kann bei der Untersuchung des bodennahen Gasaustauschs (Kohlendioxid!) oder von Austrocknungseffekten von Bedeutung sein. Die Sonneneinstrahlung bzw. Globalstrahlung ist dann von Interesse, wenn z.B. die Nährstoffproduktion (Photosyntheseleistung) der Begleitvegetation von Mykorrhizapilzen betrachtet werden soll. Mehr dazu in HALBWACHS, H. (2007): Fruchtkörperbildung bei saprotrophen und Mykorrhizapilzen: Ein Beitrag zur Ökologie von Großpilzen in einem Kiefernforst der Rhein-Main-Ebene. Zeitschrift für Mykologie 73/2, 145-202.
Im Feldgängerhandbuch für die Einrichtung und den Betrieb von Witterungsmessstellen für das BIOKLIM-Projekt Bayerischer Wald 2009 (PDF 823 KB) wird die Praxis der Datengewinnung über Witterungseinflüsse beschrieben.