Letzte Aktualisierungen: 06.06.2011
Wo, wann und warum wachsen Pilze?
Einfache Fragen, aber schwierig zu beantworten! Nur eins ist gewiss, die Beziehungen und Wechselwirkungen der Pilze untereinander und mit der umgebenden Natur sind hoch komplex. Und Pilze sind wichtiger als wir sie normalerweise wahrnehmen. So würden z.B. unsere Wälder ohne Pilze nicht in der Form existieren, wie wir sie kennen und schätzen. Wir wissen noch nicht viel darüber, welche Rolle gerade die Großpilze in unserer natürlichen Umwelt spielen. Die folgenden Seiten sollen einen kleinen Beitrag zur ökologischen Pilzforschung leisten.ACHTUNG: Die von mir verwendeten Feuchtesonden haben offenbar einen Fabrikationsfehler, so dass sie nach ca. 1 Jahr ausfallen! >>> mehr
NEU: Anleitung zur Erhebung der Bodenfauna >>> mehr
Links zum Thema Biodiversität >>> mehr
Anstehende Themen (Aktualisiert am 23. Dezember 2010)
1. Mykorrhizapilze im Höhengradient - Steuergrößen von Diversität und Biomasse im BayerwaldWarum und wann entstehen aus Mykorrhizen in unseren Breiten Fruchtkörper? Welchen Einfluss haben Höhenstufe, Bewaldung, Witterung und Bodeneigenschaften? Was hat das alles und die gegenwärtige Klimaänderung mit Artenvielfalt zu tun? >>>mehr
ACHTUNG: Es hat sich herausgestellt, dass die beiden im Feldgängerhandbuch beschriebenen USB-Logger-Typen nur mittels der jeweils zugehörigen Software programmiert und ausgelesen werden dürfen. Wird z.B. die Software für den Lufttemperatur/Feuchte-Logger auch für den Bodentemperatur-Logger verwendet, kommt es zu schwerwiegenden Fehlern, die zur Beschägigung der Logger führen können.
2. Ökologie der Saftlinge
Im Oktober 2008 habe ich auf einer Schafweide (magere Glatthaferwiesen, Festuca rubra-Agrostis capillaris-Gesellschaft) bei Amorbach elf verschiedene Saftlingsarten vorgefunden, nämlich Hygrocybe virginea, H. chlorophana, H. coccinea, H. insipida, H. mucronella, H. psittacina, H. conica, H. pratensis, H. aurantiosplendens, H. fornicata, H. flavipes (Reihenfolge nach geschätzter Abundanz). 2009 sind noch H. ceracea, H. nitrata und H. punicea hinzugekommen.
2010 war ein mageres Saftlingsjahr, vermutlich wegen eines frühen und heftigen Frosteinbruches.
Auffällig war im Herbst 2009 die Fruchtkörperbildung besonders von coccinea und virginea aus den Blattrosetten von Plantatago lanceolata, Zichoriengewächsen, Hieracium u.ä. heraus.

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Hier noch eine hochinteressante Webseite zum Thema aus Schottland:
... und eine Literaturliste zu Hygrocybe von Prof. E. Langer: PDF 175 KB
....... und eine eindrucksvolle Präsentation von Prof. A. Bresinsky: PDF 1,42 MB
3. Tag-Nacht-Rhythmus bei der Fruktifizierung von Großpilzen?
Wer kennt nicht die die Vorstellung unter Pilzkennern, dass Großpilze während der Nacht schneller wachsen! Ich konnte das bisher nicht bestätigen (Tintling 2008 "Wachsen Pilze über Nacht wirklich schneller?", PDF 363 KB). Wer hat ähnliche oder andere Beobachtungen gemacht? Hinweise bitte an mich (Kontakt).
4. Mistkäfer als Sporenverbreiter?
Im Frühjahr/Frühsommer startet wieder die Mistkäfersaison in unseren Wäldern. Meist sind es die Gemeinen Mistkäfer (Geotrupes stercorarius), die dannn wieder beginnen, ihre Bruthöhlen zu graben. Mistkäfer ernähren sich auch von Pilzen, wie ich selbst z.B. an Steinpilzen und Maronen beobachten konnte. Dabei verschleppen sie möglicherweise Sporen ("Vektoren") in ihre Brutkammern bzw. in die Brutballen. Dies möchte ich mittels Sporenanalyse untersuchen. Im Vorfeld suche ich Informationen über die Pilzarten, die von Mistkäfern als Nahrungsquelle genutzt werden. Beobachtungen dieser Art bitte an mich (Kontakt).